Aprikosen – wahre Gesundheitsbooster und Aprikosen-Streusel-Tartelette – vegan

Aprikosen-Streusel-Tartelette-gesundheitsbooster

Im saftig grünen Gras sitzend, lehne ich an dem alten Baum und blicke in dessen reich bestückte Krone. Sein grünes Blätterwerk wirkt durch die hindurchscheinenden Sonnenstrahlen noch intensiver und zwischen den Blättern leuchten vereinzelt kleine, orangegelbe, samtige Schönheiten hervor. Fasziniert von dessen Schönheit, ist mein Blick wie hypnotisiert in die Krone des Aprikosenbaums geheftet.

Für mich ist die Aprikose nicht nur eine leckere Frucht sondern auch der heimliche Vorbote des Sommers. Unter dem Aprikosenbaum sitzend denke ich über mein Wissen dieser Frucht nach und beschließe dem orangegelben Naschwerk einmal näher auf den Grund zu gehen. Die Aprikose ist zwar eine süße Leckerei, doch verbirgt sich hinter ihrer Fassade bestimmt noch mehr – so meine Vermutung. Neben den gesundheitlichen Aspekten interessieren mich auch die Themen Reife, Lagerung und die Verarbeitung von Aprikosen.

In unserer Region beginnt ihre Saison meist bereits im Juni und zieht sich, je nach Sorte bis in den August hin. Die Kleinen, meist vier bis acht Zentimeter großen, runden Früchte bestechen durch ihre changierende Farbgebung von gelb, orangegelb bis hin zu orangerot. Aprikosen haben eine leicht pelzige Haut und bestechen durch ihren unglaublich süßen Geschmack. 

Trotz ihres leckeren Geschmacks nehmen Aprikosen auf der Beliebtheitsskala anscheinend immer mehr ab. Dies belegt der Verbrauch pro Kopf. Dieser liegt heutzutage nur noch bei rund 1 kg pro Jahr. Dabei sind Aprikosen wahre Gesundheitsbooster und somit mehr als nur eine süße Frucht. In ihnen stecken viel Provitamin A und weitere für unsere Gesundheit wichtige Vitamine und Mineralstoffe.  

Unter allen Früchten enthalten Aprikosen den höchsten Anteil an Provitamin A, welches in unserem Körper zu dem fettlöslichen Vitamin A umgewandelt wird. Vitamin A ist eines der wichtigsten Vitamine für unseren Körper und ein wahres Multitalent unter den Vitaminen. Es ist wichtig für Augen, Ohren, Geruchsinn, Haut und Schleimhäute. So versorgt Vitamin A die Haut mit Feuchtigkeit und sorgt dadurch für einem rosigen Teint und eine straffe Haut. Zudem basieren viele Wachstumsprozesse in den Zellen auf Vitamin A. Wodurch Knochen und Knochenmark profitieren. Ebenfalls ist Vitamin A für die Bildung der roten Blutkörperchen unerlässlich.

Doch damit nicht genug versorgen Aprikosen uns ebenfalls mit den Vitaminen B1, B2 und C sowie mit den Mineralstoffen Magnesium, Kalium, Calcium und Phosphor. Diese geballte Power sorgt für kräftige Nägel und ein festes Haarwerk, hat einen positiven Einfluss auf unser Immunsystem und kurbelt den Kreislauf an. Zudem enthalten Aprikosen Salicyldäure, welche eine antibakterielle Wirkung haben und im Magen-Darm-Trakt Keimen und Bakterien den Garaus machen. Last but not least möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass sich in Aprikosen eine Vielzahl an Antioxidanzien verstecken, welche unseren Körper vor Krankheitserregern schützen. 

Aprikosen – wahre Gesundheitsbooster

Sie enthalten:

unter den Früchten den höchsten Anteil an Vitamin A

Vitamin B1, B2 und C

die Mineralstoffe Magnesium, Kalium, Kalzium und Phosphor

Salicyldäure, welche eine antibakterielle Wirkung hat

eine Vielzahl an Antioxidanzien

Diese kleine Frucht, welche im frischen Zustand nur rund 48 kcal auf 100 g aufweist, ist wirklich ein wahrer Gesundheitsbooster. Kein Wunder also, dass sie in einigen Ländern als Jungbrunnen bezeichnet wird und angeblich zu einem längeren Leben verhelfen soll. Schade an der Stelle, dass sie in unseren Breitengraden so sehr an Beliebtheit verloren hat.

Der Reifegrad der Aprikosen bestimmt maßgeblich ihr Aroma. Unreif geerntete Aprikosen reifen nicht mehr oder nur schwerlich nach und entfalten nicht ihr volles Aroma. Sie sind meist sauer im Geschmack und haben ein mehliges, trockenes Fruchtfleisch. Gerade bei Importware ist dies ein häufiges Problem. Die Früchte werden wegen des langen Transportweges unreif geerntet. Diese Früchte sind wenn auch mit Einbußen allenfalls zum Backen oder Dünsten brauchbar.

Aprikosen – richtiger Reifegrad

ist maßgeblich für das Aroma verantwortlich

nur reife Früchte zu erwerben

Erkennungsmerkmale: glatten Haut und ihrem intensiven, aromatisch, verströmenden Duft

Bei der Druckprobe mit dem Daumen gibt das Fruchtfleisch leicht nach, ohne eine Delle in der Frucht zu hinterlassen

Frucht lässt sich problemlos vom Stein lösen

Deswegen sollte beim Kauf immer darauf geachtet werden nur reife Früchte zu erwerben. Ihr erkennt sie, an ihrer glatten Haut und ihrem intensiven, aromatisch, verströmenden Duft. Ihre Farbgebung changiert von hellem zu dunklem orangegelb. Bei der Druckprobe mit dem Daumen gibt das Fruchtfleisch leicht nach, hinterlässt aber keine Delle in der Frucht. Zudem lässt sich der Stein leicht von der Frucht lösen. 

Zu Hause angekommen sollten die Früchte möglichst frisch innerhalb von drei Tagen verzerrt werden. Doch können Aprikosen auch gut bis zu einer Woche im Kühlschrank bei 2-5 Grad verwahrt werden. Hierfür sind jedoch einige Vorkehrungen von Nöten, damit die süße Frucht ihre Schönheit behält. Zum einen können Aprikosen in einer Papiertüte im Gemüsefach des Kühlschrankes aufgehoben werden. Diese Vorgehensweise ist für etwas unreife Früchte sinnvoll, da die Früchte in einer Papiertüte Ethylen freisetzen und somit den Reifeprozess ankurbeln. Jedoch können sich in einer Papiertüte gestapelt schnell Druckstellen an den Aprikosen bilden und deswegen empfehle ich aus eigener Erfahrung die Lagerung in einer flachen Schale oder Schüssel, gerne eine Auflaufform. So lagern die Aprikosen flach und nebeneinander, statt übereinandergestapelt zu werden. Für den ganzjährigen Genuss auch außerhalb der Saison lassen sich die leckeren Aprikosen sehr gut einfrieren. Die Früchte werden dafür vorsichtig gewaschen und mithilfe eines Handtuches getrocknet. Anschließend werden sie halbiert, entsteint und nebeneinanderliegend in einer flachen Form eingefroren. Dies verhindert, dass die Früchte aneinander frieren. Sobald die halben Aprikosen gefroren sind, können sie in ein Gefriergefäß der Wahl umgefüllt werden. Eingefroren halten sich die Aprikosen gut 12 Monate.

Grundsätzlich sind Aprikosen währende der Saison frisch verzerrt selbstverständlich das Beste – besonders wenn die Früchte aus den heimischen Gärten stammen. Egal ob gebacken, gekocht oder gedünstet Aprikosen können in jeder Variante einem Gericht die nötige Extravaganz verleihen. Jedoch machen sie sich nicht nur gut als Süßspeise in oder auf Kuchen, Keksen und als Marmelade. Sondern geben sie auch herzhaften Gerichten eine schmackhafte und leckere Note. Auch als Trockenobst haben Aprikosen längst unsere Herzen erobert und sind aus Müslis, Früchteriegeln, Suppen und Schmorrgerichten nicht mehr wegzudenken. Apropos Trockenobst: Eine weitere tolle Alternative, um Aprikosen zu konservieren, ist der Dörrvorgang. Dieser kann mit einem Dörrautomat oder auch mit einem Backofen (sehr niedrige Temperatur) erfolgen. Die Früchte sollten hierfür allerdings nicht überreif sein.

Aprikosen – richtige Lagerung

Möglichst frisch innerhalb von drei Tagen verzerren

Können gut bis zu einer Woche im Kühlschrank bei 2-5 Grad verwahrt werden

Am besten in einer flachen Schale oder Schüssel (Auflaufform), flach und nebeneinander aufbewahren

Können auch gut eingefroren werden



Schlussendlich bleibt mir nur zu sagen beziehungsweise zu schreiben: Es ist egal auf welche Art ihr eure Aprikosen genießt jedoch ist es aus gesundheitliche und antioxidativer Sicht ratsam sie in regelmäßigen Abständen zu verzerren. Also, rann an die Aprikose damit der pro Kopf Verbrauch zukünftig ein neues Hoch verzeichnen kann. 

Und damit wir den Verbrauch pro Kopf gleich mal anfangen zu pushen, habe ich noch dieses leckere Aprikosen-Streusel-Tartelettes Rezept für euch – natürlich vegan!


Aprikosen-Streusel-Tartelette (vegan)

Hol dir hier das Rezept als PDF!

Zutaten
für den Boden

120 g Dinkelmehl (Type 630) • 80 g Dinkelvollkornmehl • 30 g Zucker • 1/2 TL Zimt • 1/2 TL Zitronenabrieb (fein gehackt) • 100 g Margarine • 80 ml kaltes Wasser

Zutaten
für den Belag

1-1,2 kg Aprikosen (oder ca. 24-30 Stück) • 40 g Reissirup • 2 EL Zitronensaft • 2 Zweige Rosmarin (fein gehackt) • 2- EL Speisestärke • 30 g Margarine 

Zutaten
für die Streusel

50 g Dinkelmehl (Type 630) • 50 g Dinkelvollkornmehl • 50 g Zucker • 70 g kalte Margarine (Alsan)

benötigte
Utensilien

Tartelette Formen Ø am Boden von ca. 9-10 cm • Nudelholz



Zubereitung
Für den Boden Dinkelmehle, Zucker, Zimt, Zitronenabrieb und Margarine in Flöckchen in eine Schüssel geben. 4 EL des kalten Wassers zufügen und mit den Händen kneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Bei Bedarf esslöffelweise kaltes Wasser zufügen. Den Teig im Kühlschrank eine halbe Stunde ruhen lassen. 

Backofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Tartelette Förmchen mit Margarine ausstreichen. 

Für den Belag die Aprikosen waschen, trocknen, halbieren und entsteinen. Mit Zitronensaft, Reissirup, gehackten Rosmarin und der Speisestärke mischen. Zur Seite stellen. 

Für die Streusel Dinkelmehle, Zucker und kalte, harte Margarine in Flöckchen in eine Schüssel geben und mit den Knethaken eines Handrührgeräts kneten bis Streusel entstehen. 

Den Teig in 6 gleich große Stücke teilen, jeweils zu einer runden Kugel formen, flach drücken, mit einem Nudelholz ca. 12 cm groß ausrollen und in die Tartelette Formen legen. Die Ränder dürfen gerne etwas überlappen. 

Jeweils 6 – 8 halbe Aprikosen (mit so wenig Saft wie möglich) dicht aneinander in die Formen schichten. Margarineflöckchen und Streusel gleichmäßig über alle Tartelette verteilen. Im Backofen bei 180 °C ca. 25-35 Minuten, bis sie goldbraun sind, auf mittlerer Schiene backen.


Ich wünsche dir eine leckere Auszeit mit deinen selbst gebackenen Aprikosen-Streusel-Tartelette und denk daran – Du hast dein Leben selbst in der Hand! Geh deinen eigenen Weg und treffe deinen eigenen Entscheidungen.

Bis bald
deine Tina

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